Von Ralph Rückert, Tierarzt
Alle paar Jahre (damit es nicht zu sehr langweilt) stelle ich hier klar:
Ich bemühe mich – natürlich mit wechselndem Erfolg – in MEINEN Artikeln auf MEINER Seite und in MEINEM Blog um gendergerechte Sprache. Typisch für einen Tiermedizin-Blog geht es dabei meistens um die Begriffe „Tierärzt:innen“, „Kolleg:innen“, „Tierbesitzer:innen“, „Tierhalter:innen“ und „Kund:innen“. Dazu gehört noch die Hintergrundinformation, dass über den Daumen gepeilt inzwischen über 70 Prozent aller aktiven Tierärzt:innen weiblich sind und dass auch unsere Praxen zu einem viel höheren Anteil von weiblichen Tierbesitzer:innen frequentiert werden.
Ich kann mich in den letzten Jahren an keinen einzigen Artikel – egal zu welchem Thema – erinnern, unter dem nicht mindestens ein Kommentar aufgetaucht wäre, in dem ich für die Verwendung gendergerechter Sprache kritisiert, beleidigt, beschimpft oder gar bedroht wurde.
Deshalb erneut die Ansage: Solche Kommentare führen sofort und ohne weitere Warnung zur Sperrung für meine Seite!
Manche Leute führen dann zu ihrer Verteidigung die Meinungsfreiheit an. Problem dabei: Was meinen Sprachgebrauch in meinen Artikeln auf meiner Seite angeht, gibt es keine Meinungsfreiheit! Es gibt nur Handlungsfreiheit, nämlich die, entweder meine Schreibgewohnheiten zu akzeptieren oder aber meine Artikel einfach nicht zu lesen.
Damit bin ich schon wieder am Ende meiner Botschaft. Ich will aber- schon aus Gründen des Entertainments – auf keinen Fall den Anlass für diese erneute Bekräftigung unterschlagen. Vor ein paar Tagen erhielt ich die folgende Mail, mit dem Betreff, den ich als Überschrift dieses Textes verwendet habe:
„https://www.ralph-rueckert.de/blog/mario-barth-ich-gender-nicht-ich-habe-einen-schulabschluss/
Guten Tag
«Ich gender nicht, ich habe einen Schulabschluss» …und dies aus wissenschaftlichem Grund.
Generisches Maskulinum ist etwas anderes!
Grammatikalisch geschriebenes Gen «herr», Begriffe «herrschen, Herrscher, Herrschaft, herrisch, herrlich usw.»
Davon gibt es kein dame-Pendant.
Meinetwegen gendern Sie «herrlich» zu «dämlich»
Hochmut Faschismus lügt sich das falsche Gendern zurecht!
Sie gendern irrtümlich Verkörperungen/Körperschaften.
Laienhaftes «Personenbezeichnungen» sind Verkörperungen, kein Subjekt maskulin!
Wissenschaftliche Sprache (spricht wahr)
Unterscheiden Sie Objekt & Subjekt, Körper & Geist, Haben & Sein, usw.
– Subjekt, der immaterielle Geist Mensch (das Irre)
– Objekt, wissenschaftliche Materie (irrt nie – qualifiziert)
Subjekt unterliegt Objekt
Wissenschaftliche Sprache in ganzen Sätzen!
«Verkörperung von Verb und Adjektiv»
Instrument Körper bekleidet das Subjekt Mensch
Verb «lehren» zur Verkörperung «Lehrer», ohne Artikel
Jemand lehrt -> Verkörperung: jemand ist Lehrer
Der Mensch ist Lehrer
Der Mann ist Lehrer
Die Frau ist Lehrer(in) – mit Pronom: die Lehrerin
«e-r» ist natürliche Buchstabenfolge der deutschen Sprache.
Sie sind in der stumpfen Verblödung, hochmütiges interpretieren, statt in die wissenschaftliche Materie einzutauchen!
Sie fantasieren Sprache zur Lüge.
Ihre Deutschkenntnisse sind absolut ins Chaos versetzt.
Ich kann noch weitere Korrekturen anbringen, wenn Sie es wünschen.
Freundliche Grüsse“
Ich bin mal gnädig und lasse die Unterschrift weg. Natürlich habe ich auf die Nachricht nicht geantwortet, was aber den Verfasser keineswegs davon abgehalten hat, mir in kurzen Abständen weitere 13 Mails zu schicken. Man kann sich das antun, muss man aber nicht. Wie so häufig haben wir es mal wieder mit einem selbsternannten Hüter einer Sprache zu tun, in der er selbst sich weder korrekt noch verständlich ausdrücken kann.
An dieser Stelle sag ich schon mal Tschüss, bleiben Sie mir gewogen, bis bald, Ihr
Ralph Rückert
Einige (nicht alle!) weitere Nachrichten des Sprachpolizisten. Ganz unten bestätigt sich ein weiteres Muster: Die allermeisten dieser Leute sind männlich, mehr oder weniger rechtsradikal und definitiv rassistisch!
„Körperschaften sind geschlechtsloses «Fleisch & Blut», womit jeder gleichermassen angesprochen ist, neutral.
Subjekts forschendes Denken bestimmt Geschlecht“
„Wäre «Lehrer» ein Wesen (Subjekt maskulin), wäre es augenblicklich Tod, wenn es zum Sportler wird.
Instrument Körper «Fleisch & Blut» wechselt die Rollen.
Sie sind komplett verkümmert von Sätzen zu Worten, von Silben/Endungen zu Buchstaben.
Sie haben keine wissenschaftliche Disziplin, sondern plappern selbstgerecht durch die Wüste.“
„Hochschule soll nicht mit Hochmut in Verbindung stehen – leider, leider aber…
Hochschule ist üblicherweise die Vertiefung in die Materie
Habe schon oft gehört eingebildetes «Ich bin …», andere unterdrückend.
Hochmut, Hochstapler schweben fantasierend über der Materie.
Deshalb steht Subjekt über Objekt, unterliegt ihr aber.“
„Im Grundgesetz der Einführungssatz zum Gesetz «achten und schützen»!
«Die Würde des Menschen ist unantastbar» beschreibt den immateriellen Geist Subjekt.
Eine einfache Erklärung wie «der Ball ist rund»“
„Oder das Verfassungsgericht: «Der Staat darf den Mensch nicht zum reinen Instrument machen»
Soldaten sind Instrument Körper.
«Doppelnennung» nur für die direkte Anrede, dann wenn wissenschaftlich erkennbar anwesende Frauen angesprochen werden wollen.
Gegenüber Dritten (sind keine Soldaten) berichtet man mit Körperschaft «Soldaten».“
„«Wer oder Was?» ist die Frage nach Subjekt oder Objekt.
Beides kann grammatikalisches Satzsubjekt sein.
u.v.m.
jemand aus verblendeter Befangenheit befreien ist nicht immer ganz einfach.
Plappern ist seliger als zuhören, deshalb schreibe ich.“
„Die Ursache der Verwechslung mit generischem Maskulinum liegt darin, dass in den 60er/70er Jahren Frauen arbeiten wollten. Stelleninserate hängten /-in an, um zu signalisieren, dass Frauen willkommen sind.
Frau Luise F. Pusch eine dieser irren «Abkupferer»
Ich war dabei, als eine Gruppe Feministinnen sich am «herrschen» störten. Sie wollten nicht länger beherrscht werden. (herrschen aber selbst auch)“
„Man wird dieses Gender-Gaga dieser Plapper-Hühner nicht wieder los.
Missbrauchen auch das substantivierte Partizip, welches nur Luft ohne Aussage ist (Pronom ohne Nomen).
Partizip (teilhabend woran?) besitzt einen zweiten Part/Teil im Nomen
Zip zieht zusammen.
Wissenschaftliche Sprache in ganzen Sätzen!
Bsp. nach Schullehre
1) Kinder singen und tanzen
2) [singende und tanzende Kinder] fahren mit dem Schiff. (neues Prädikat)
3) die Tanzenden (wer oder was?, Mäuse, Krebse, Pfannen?) erhielten Applaus.
Studierende wer oder was?
Forschende wer oder was?
Bewohnende wer oder was?
Es fehlt der Bezug zu einem Nomen!
Selbstverständlich kann man den Satzbau umstellen
Kinder fahren singend und tanzend auf dem Schiff.
Dann scheinen Partizipe für sich selbst zu stehen – Irrtum!
Freundliche Grüsse“
„Mohrenkopf – Hintergrund davon ist, dass Kinder mit Mohr hänselten.
Konditors Antwort der Mohrenkopf: Er erklärt mit seinem Lehrobjekt «aussen braun, innen weiss wie Du – liebe ihn».
Der weisse Schaum symbolisiert den immateriellen Geist Mensch – alle Menschen sind gleich.“
„Boris Palmer war im Recht, als die verblendete Jugend ihn mit Nazi beschimpfte.
Haben & Sein
Neger als wissenschaftliche Erklärung ist erlaubt (objektiv).
Das dem Wesen zugewiesenes «Du bist …» ist unerlaubte Beleidigung.
Geht mir mit dem Rot/Grünen Wokeness auch abhanden.“